Die von Arnold Annen erbauten Funis (10)
(in chronologischer Reihenfolge)

Valbella, Valbella-Sartons, 1946-1951



Valbella, Funi und Stätzerhorn, undatiert, ca. 1950

Geschichte

Im Jahre 1946 wurde die 1942 in Lenzerheide demontierte Funibahn ein zweites mal, diesmal in Valbella im Trasse des heutigen Valbella-Liftes aufgestellt. Das war der Beginn der technischen Erschliessung des Skigebietes Stätz. Fünf Jahre später, 1951 wurde sie mit dem Bau des Skiliftes Cresta Sartons ergänzt und 1955 - diesmal endgültig - durch einen Doppelbügel-Skilift ersetzt.

Technische Daten

 Länge:   ....m 
 Höhendifferenz:  ...m
 Fahrzeit:  . Minuten
 Stundenleistung:   .. Personen
 Grösse der Schlitten:   .. Personen + Schlittenführer 
 
Fotos


 
Funi Valbella-Sartons
Auf der Strecke
 
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Heiligkreuz, die Kopie der Wildhauser Funi, 1938-1946



Funi Heiligkreuz (1127m) - First (1462m), vermutlich vor 1945

Geschichte

François Meienberg schrieb über diese Funi: "In Heiligkreuz im Entlebuch setzte Franz Röösli 1938 die erste Bahn für Skifahrer der Innerschweiz in Betrieb. Die einfache Anlage, ein Hornschlitten, der von einem Zugseil den Hang hochgezogen und an der Bergstation First von den Gästen gewendet werden musste, hatte Erfolg. Zumindest bei den Skifahrern. Weniger bei den Behörden aus Bern, welche die Konzession verweigerten.
 
Franz Röösli machte sich deshalb mit Freunden im Frühjahr 1938 auf die Suche nach bereits bewilligten Anlagen. Im Toggenburg kopierten sie, in einer Form der Werkspionage, den Funi-Schlitten von Wildhaus und bauten die Anlage in Heiligkreuz/LU nach. «Hänsel» und «Gretel» hießen die beiden Schlitten für je 21 Personen, welche die Skifahrer nun mühelos von Heiligkreuz (1127 m) auf die Firsthöhe (1430 m) brachten. Im oberen Teil betrug die Steigung immerhin 72 Prozent."

Die beiden Schlitten «Hänsel» und «Gretel», vermutlich 1938 brandneu eben abgeliefert

Über die Schlittenkonstruktion ist wenig bekannt. Aus den Fotos zu schliessen waren sie vermutlich Metallkonstruktionen und scheinen im Vorderteil ein lenkbares Kufenteil gehabt zu haben. Was ebenfalls bemerkenswert ist: Der einzige Funi bei dem die Passagiere mit dem Rücken zur Fahrtrichtung (talabwärts blickend) sassen.

Der Erfolg war gross, sogar aus Bern und Luzern kamen die Skisportler mit speziellen Sportzügen nach Schüpfheim und ließen sich mit den Schlitten von Heiligkreuz zum First hinauffahren.
 
Die Funi wurden 1946 durch einen Gurtenskilift von Oehler und 1970 durch die heute noch gängigen Bügel ersetzt. 1971 entstanden auch das Berghaus und der Lift auf der Südseite. Die Aktiengesellschaft, die den Familienbetrieb der Rööslis 1970 übernahm und die Investitionen ermöglichte, hatte in den neunziger Jahren mit Schneemangel und wiederkehrenden Defiziten zu kämpfen. Im Jahr 2000 musste sie in das Nachlassverfahren gehen. Dank dem Entgegenkommen vieler Gläubiger konnte eine lokal verankerte Auffanggesellschaft gebildet werden, welche die Weiterführung der Skilifte und des Bergrestaurants übernahm.
 
Quelle:   Aus François Meienberg: 'Gratwegs ins Entlebuch'

Technische Daten

 Höhe Talstation:   ca. 1127m. 
 Höhe Bergstation:   ca. 1430 m. 
 Höhendifferenz:  ca. 300m
 Länge:   ....m 
 Grösse der Schlitten:   21 Personen + Schlittenführer 
Namen der Schlitten: «Hänsel» und «Gretel»
 Fahrzeit:  . Minuten
 Stundenleistung:   .. Personen

Fotos

Leider sind von dieser Funi noch nicht mehr Bilder verfügbar


Heiligkreuz heute

Einige wenige Bilder vom heutigen Skilift. Die Fotos stammen von www.seilbahnbilder.ch

Die Talstation
Blick hinauf zum First
Vor der Bergstation
Blick zurück zur Talstation


Panorama Schafmatt mit Titlis im Hintergrund ab First
(Foto: © Josef Brügger Heiligkreuz / http://www.heiligkreuz-lu.org, Aufnahme vom 03.02.02)