Gamplüt vom Stein aus gesehen, im Hintergrund das Rheintal

Gamplüt
Die Wildhauser Sonnenterrasse am Fusse des Schafberges

Statt vieler Worte möchte ich an erster Stelle Bilder sprechen lassen:
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Foto 1-21 - Steinrütistrasse,
Weg hinauf zur Gamplüt
 
Foto 1-22 - Aussicht von der Rossegg am Weg zur Gamplüt
 
Foto 1-23 - Blick von der Rossegg zur Gamplüt
 
Foto 1-24 - Schlittenplausch,
auch Hornschlitten ...
 
Foto 1-25 - Am Ziel
Station und Übungshang
Weitere Winter-Bilder finden sich hier

Wie im Sommer für Wanderungen ist die Gamplüt im Winter ein idealer Ausgangspunkt für Skitouren oder, was immer mehr aufkommt, Wanderungen mit Schneeschuhen. Und natürlich gibt es für Langläufer gespurte Loipen. Es sind sogar geführte Schneeschuhwanderungen mit Noldi Alpiger (Tel. 071 999 19 68) möglich, Schneeschuhe können bei ihm oder in der Bergstation gemietet werden. Bei genügenden Schneeverhältnissen wird das Strässchen von der Gamplüt über die Lisigweid und die Steinrütistrasse hinunter zum Parkplatz Chuchitobel als Schlittelweg (Länge: ca. 2.5 Km) hergerichtet. Schlitten, sogar auch winter- und schneetaugliche Trottinettes können in der Bergstation der Bahn gemietet werden, eigene Schlitten können mit der Bahn hinauf transportiert werden.

Was die Gamplüt nicht ist: Ein Skigebiet für hektische Alpinskifahrer und Snowboarder, obwohl die Abfahrt zur Talstation bei genügender Schneelage präpariert (gewalzt) wird. Das hat aber auch seine Vorteile: Für Kinder hat es bei der Bergstation einen Ponyskilift, wo diese ihre ersten Stemmbögen und sogar Schwünge üben können ohne über den Haufen gefahren zu werden. Fazit: Für Familien mit Kindern und all die, die an Wochenenden das Getümmel und die Ansteherei an den anderen Bergbahnen der Region satt haben, ist die Gamplüt eine geruhsamere Alternative.

Und für Alle gibt es eine günstige Tageskarte: Erwachsene Fr. 25.- (ca. 16 Euro), Kinder Fr. 20.- (ca. 13 Euro)

Und wem das alles zuviel, zu anstrengend ist: Man kann auch schlicht nur für einen 'Kafi' oder 'Zvieri' hinauffahren ...

Weitere Auskünfte gibt es auf der Web-Seite www.toggenburg.org von Wildhaus Tourismus und
über Tel. Nr. 0041 (0)71 999 28 28  (Peter Koller)  oder  0041 (0)71 999 21 72  (Bergrestaurant Gamplüt).
Auf Wunsch und Anmeldung sind auch Spezialarrangements im Restaurant und Nachtbetrieb der Gondelbahn möglich.


Foto1-26 Aussicht von der Terrasse des Restaurants auf der Gamplüt


Die Gamplüt im Sommer


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Foto 1-1 - Gamplüt am Fusse des Schafberges
 
Foto 1-2 - Die Bergstation mit Restaurant
 
Foto 1-3 - Restaurant von Südwesten
 
Foto 1-4 - Lisigweidweg, Blick Richtung Mutschen
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Foto 1-5 - Durst? - Prost!
Terrasse des Restaurantes
 
Foto 1-6 - Restaurant,
die Alpigers senior
 
Foto 1-7 - Älplerchilbi auf der Gamplüt
 
Foto 1-8 - Älplerchilbi,
Bürgermusik Wildhaus

Im Sommer ist die Gamplüt der ideale Ausgangspunkt für Spaziergänge, z.B. hinauf zum 'Stein' (prächtige Aussicht!), auf die Alp Fros und Tesel, über die Lisigweid oder via Älpli hinunter nach Wildhaus. Und genau so auch für Bergwanderungen auf den Schafberg, zur Zwinglipasshütte, den Mutschen, den Rotsteinpass und den Säntis - man spart sich so den Anmarsch von der Laui (Älpli) mit den Parkingmetern (auf einer Alp, Kommentar überflüssig!!!) - hinauf zur Thurwies etc. Auch ein Besuch der Alp Tesel und der Alp Grueb mit der Alpkäserei des feinen Teselkäse lohnt sich! Und sogar bei den Kletterer ist die Gamplüt beliebt: die Schafbergwand ist ein ideales Kletterrevier und die Gamplütbahn erspart einen langen Anmarschweg mit schwerem Rucksack! ( nur ca. 20 min. von der Bergstation entfernt).

Im Sommer kann man in der Bergstation der Bahn Trottinets mieten und damit auf dem Strässchen von der Gamplüt über die Lisigweid und die Steinrütistrasse hinunter zur Talstation fahren, ein Riesenspass!!! Wer das Selbe mit seinem eigene Velo machen möchte, der kann es mit der Bahn hinauf transportieren lassen, falls es zuwenig kleine Übersetzungen hat ...

Aber auch für Behinderte ist gesorgt: Die ganze Anlage, die Bahn, das Restaurant, die Toiletten, etc. und sogar die Spazierwege in der Umgebung sind rollstuhlgängig.


Foto1-30 Hochbetrieb auf der Gamplüt
(Älplerchilbi mit Ökumenischem Gottesdienst, 24.Aug.1993)




Die Gamplüt-Bahn

Foto2-00
Foto 2-00 - Die Kabinen vor der Bergstation

Die Bahn führt von der Schönenbodenstrasse hinauf zur Alp Gamplüt.
( Für Ortsunkundige gibt's hier einen Auszug aus dem Ortsplan ).
Achtung: Bei der Talstation gibt's nur wenige Parkplätze, es ist daher empfehlenswert, Autos auf dem Parkplatz 'Chuchitobel' (Hinter der Kirche, Distanz zur Bahn knapp 500m) abzustellen.
Die Bahn ist als einzige in Wildhaus das ganze Jahr über in Betrieb! Auskunft über die Betriebszeiten, Tarife, Nachtbetrieb der Gondelbahn etc. sind auf der Web-Seite www.toggenburg.org von Wildhaus Tourismus und über Tel Nr. 071 999 28 28 (Peter Koller) oder 071 999 21 72 (Bergstation) erhältlich.

Historisches und Nostalgisches

Projekte für eine Bahn von Wildhaus zumindest bis an den Fuss des Schafberges gab es schon seit Mitte der 50er Jahre. 1956 wurde ein Konzessionsgesuch für eine Luftseilbahn Wildhaus-Alp Fros mit Kabinen für 34 Personen eingereicht und diese wurde 1957 erteilt, erlosch aber im Aug. 1961 weil die Bahn nicht gebaut worden war. Statt dessen wurde ein Konzessionsgesuch für eine Kleinkabinenbahn auf die Alp Gamplüt eingereicht. Doch auch diese Bahn wurde nicht realisiert.

1969 nahmen die Initianten Richard Alpiger (Bäckerei), 'James' Walt (Hotel Hirschen) und Dr. Robert Hochstrasser (Ferienhausbesitzer) das Projekt einer Bahn zur Gamplüt wieder auf und gründeten die'Sportbahnen Sonnenseite Wildhaus AG'. Die Konzession wurde am 20.Jan.1970 erteilt und im gleichen Jahr wurde die heutige Gamplütbahn - damals als Sesselbahn - von Matth. Streiff AG, Schwanden/Glarus erstellt. Die Bahn geriet aber bald in finanzielle Turbulenzen und musste 1974 Konkurs anmelden. Am 1. Okt. 1974 übernahm die St.Gallischen Kantonalbank die Sportbahnen Gamplüt und liess sie in Regie von der 'Sesselbahn & Skilift AG Wildhaus' betreiben.

Im Sommer 1977 kauften zwei St. Galler Geschäftsleute die Bahn. Der eine schied bald wieder aus, der andere, Markus Lorenz, betrieb die Bahn, bis ihr Ende 1990 vom Bundesamt für Verkehr die Konzession entzogen wurde (die Bahn sei in einem derart schlechten Zustand, dass eine Weiterführung höchst verantwortungslos wäre) und der Betrieb eingestellt werden musste. Die Bahnen standen still, Lorenz versuchte sie zu verkaufen, fand aber keinen 'solventen Interessenten'. Darum erliess im Juni 1993 der Gemeinderat Wildhaus eine Abbruchverfügung.

So sah die Bahn damals in den 70er Jahren einmal aus:

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Foto 3-1 - Als die Gamplüt ein Skigebiet werden sollte
 
Foto 3-2 - Im untersten Teil mit Blick auf das Dorf
 
Foto 3-3 - Damals ein Sessellift
 
Foto 3-4 - Bergstation - Hier hat sich seither wenig verändert!
Foto 05   Foto 06 Foto 07  
1991: 'Rien ne vas plus' - die Bahn steht!!!
1993: Auferstanden !!!  -  Die Retter der Bahn
Foto 3-5 - Die Talstation
 
Foto 3-6 - Die Talstation
Foto 3-7 - Umbau
Die alten Sessel
 
Foto 3-8 - Die Kollers, die Retter der Bahn

Doch Peter Koller, Alt St. Johann, zusammen mit seiner Frau Lina, die Tochter des ehemaligen Grüders Richard Alpiger, rettete die Bahn. Er kaufte sie am 06. Juli 1993 und eröffnete zum 1. Aug. 1993 zusammen mit seinem Bruder Joseph ("Schöfli Sepp", heute Inhaber des Gasthaus zum Schäfli, Alt St. Johann) das Restaurant auf der Gamplüt wieder. Die Sesselbahn selbst wurde wiederum durch Matth. Streiff zur heutigen Gondelbahn umgebaut (Es war Streiff's letzte Bahnbau vor seinem Tod) und am 11.Dez. 1993 erneut in Betrieb genommen.

In den ersten Jahren gehörten zu den "Sonnenseite-Bahnen" auch zwei Skilifte (ebenfalls erstellt von Matth. Streiff, Schwanden):
· Der Skilift "Lisigweid", der von der Steinrütistrasse zur Gamplüt hinauf führte. Dieser war aber - wohl wegen Schneemangel - nur wenige Wochen in Betrieb und wurde bald (1972?) demontiert und wahrscheinlich verkauft.
· Der Skilift "Fros", der von etwas unterhalb des Bergrestaurantes Gamplüt hinauf zur Alp Fros führte. Dieser war wahrscheinlich seit 1990 nie mehr in Betrieb, steht aber noch. Vielleicht einmal ein Ausstellungsstück für ein Skiliftmuseum? Hier einige Bilder:

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Foto 3-9 - Der Hang hinauf zur Fros mit dem ehemaligen Skilift
 
Foto 3-10 - Die ehemalige Talstation auf der Gamplüt
 
Foto 3-11 - Die ehemalige Bergstation auf der Alp Fros
 
Foto 3-12 - Das Ende des Skiliftes auf der Alp Fros
 
Foto 3-13 - Das Wendrad von nahem
Ich suche immer noch Fotos der alten Sesselbahn und der Lisigweid- und Fros-Skilifte. Kann mir jemand helfen?
Wenn Ja, dann Bitte Email an: jwalker@smile.ch

Die Gamplütbahn heute
1993 übernahm Peter Koller, Alt St. Johann, die Bahn und baute sie zur heutigen Gondelbahn um. Aber wer aufmerksam hinsieht, findet immer noch manche Zeugen der ursprünglichen Sesselbahn. So sieht die Bahn heute aus:

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Foto 2-1 - Talstation - Parkplätze sind rar!
 
Foto 2-2 - Talstation - Einsteigen bitte!
 
Foto 2-3 - Talstation - Gleich geht'e los!
 
Foto 2-4 - Talstation - Die ersten Meter
 
Foto 2-5 - Talstation - Ehemalige Einstiegsstelle
 
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Foto 2-6 - Unterwegs .- Blick zurück auf den Schöenenboden
 
Foto 2-7 - Streckenmitte - Begegnung mit den anderen Gondeln
 
Foto 2-8 - Streckenmitte - Schon vorbei ...
 
Foto 2-9 - Unterwegs - Untere Alp Gamplüt
 
Foto 2-10 - Unterwegs - Auf den letzten 300 Metern ...
 
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Foto 2-11 - Die Bergstation in Sicht!
 
Foto 2-12 - Vor der Bergstation
 
Foto 2-13 - Bergstation - Endstation!
 
Foto 2-14 - Bergstation - Einsteigen bitte!
 
Foto 2-15 - Bergstation - Bereit zur Talfahrt
 

Die Gamplütbahn heute im Winter
 
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Foto 2-21 - Talstation - Die erste Steigung
 
Foto 2-22 - Streckenmitte - Kreuzung der Gondeln
 
Foto 2-23 - Unterwegs - Durch den Wald
 
Foto 2-24 - Unterwegs - Bahn & Skipiste
 
Foto 2-25 - Unterwegs - Untere Alp Gamplüt
 
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Foto 2-26 - Unterwegs -
Blick hinunter ins Rheintal
 
Foto 2-27 - Unterwegs -
Alp Gamplüt vor Alviergruppe
 
Foto 2-28 - Unterwegs -
Die Gondeln ...
 
Foto 2-29 - Unterwegs -
Blick auf den Grauchopf
 
Foto 2-30 - Unterwegs -
Auf den letzten 300 Metern ...
 
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Foto 2-31 - Die Gondel vor der Schafbergwand
 
Foto 2-32 - Die Bergstation naht
 
Foto 2-33 - Bergstation - Übungshang & Chäserrugg
 
Foto 2-34 - Bergstation - Die Gondeln vor den Churfirsten
 
 

Technische Daten
  Seilbahntyp   Einseil-Gruppenpendelbahn
  Hersteller/Erbauer:
  ursprüngliche Sesselbahn 1970
  Umbau zu Gruppenpendelbahn 1993
 
  Matth. Streiff AG, Schwanden, Glarus
  Matth. Streiff AG, Schwanden, Glarus
  Baujahr Sesselbahn
  Umbau zu Gruppenpendelbahn
  1970
  1993
  Höhe Talstation Schönenbodenstrasse   1088 m/M
  Höhe Bergstation Alp Gamplüt
  1357 m/M 
  Höhendifferenz   269 m
  Schräge Länge   1244 Meter
  Anzahl Stützen (Masten)   14
  Grösste Neigung   100 Prozent, bei der Talstation
  Trag-/Zugseil, Dicke   35 mm
  Kabinen, Fassungsvermögen
    (Kabinen von Gangloff)
  2 Gruppen mit je 2 Kabinen à 6 Sitzplätzen
  und einem dazwischengehängten Lastkorb
  Kapazität (eine Richtung)   80 Pers./Std.
  Fahrgeschwindigkeit, maximal
  5.5 m/sec (19.8 km/Std.)
  Fahrzeit   5 Min.
Quellen: Peter Koller & Bundesamt für Verkehr, TTA Statistik 1999

Das Ende eines schönen Tages auf der Gamplüt - Abendrot über den Lichtensteiner Bergen
 
updated:  22. QAug. 2005
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