Die Bauarbeiten an der Beschneiungsanlage Iltios im Herbst 2002

Ein fotografischer Bericht

Die Bauarbeiten wurden im Herbst 2002 ausgeführt,  die Bilder geben eine Übersicht über die Anlage.

Die Entstehung der Beschneiungsanlage
(Der untenstehende Bericht wurde grösstenteils aus Zitaten aus dem Jahresbericht 2003 der Bergbahnen Unterwasser-Iltios-Chässerrugg AG zusammengestellt)

Der stete Mangel an Trinkwasser auf Iltios und der Schneemangel machten die Ausarbeitung eines Projektes für eine Trinkwasserzufuhr inklusive Löschwasserreserve und Beschneiung auf Iltios erforderlich. Das Projekt sollte möglichst noch im Herbst 2002, in Zusammenarbeit mit allen Skiliften, der Alpkorporation Iltios und dem Bergrestaurant Iltios ausgeführt werden.

Ende August 2002 bewilligte der Verwaltungsrat der Bergbahnen Unterwasser-Iltios-Chäserrugg AG das Projekt des Ingenieurbüros Hans Widmer, Weinfelden und Technoalpin (Beschneiungsspezialistin) für eine Wasserversorgung mit Löschwasserreserve und Beschneiung Iltios, d.h. vom Ausgang des Waldweges (oberhalb Bergstation Übungslift / Höhe Bergstation Espellift) bis hinunter zum Iltios und zur Station des Stöfelilifts. Unverzüglich bemühten sich die Geschäftsleitung und Heinrich Güttinger, als Delegierter des Verwaltungsrates, um die nötigen Bewilligungen und die Zustimmung der einzelnen Landbesitzer. Innert weniger Tagen wurden die Baugesuche eingereicht und gleichzeitig erfolgten die Begehungen mit den interessierten Bauuntemehmungen. In Anbetracht der bisher ungenügenden Trinkwasserversorgung des Restaurants und der Anlagen auf Iltios und dank der grossen Unterstützung aller Amtsstellen traf die Baubewilligung noch im September ein.

Bereits am 1. Oktober erfolgte der Spatenstich auf 5 verschiedenen Baustellen. Bei misslichstem Herbstwetter mussten über 3 Kilometer Wasserleitungen vergraben, ein Pumpwerk in Unterwasser und ein Reservoir auf Iltios gebaut werden. Hinzu kam die Montage einer Kühlanlage und von 14 Schächten als Zapfstellen für die künftige Beschneiung. 

Im Dezember musste ein Wärmeeinbruch mit massiven Regengüssen erduldet werden und nur gerade auf einer Höhe oberhalb von 1900 Metern über Meer konnte ans Skifahren gedacht werden. 

Wegen dem nasskaltem Wetter war die Anlage erst am 20. Dezember, dem letzten kalten Tag vor Weihnachten betriebsbereit. Das Reservoir konnte gefüllt werden. Doch eine neidische Frau Holle, die sich wohl nicht in's Geschäft pfuschen lassen wollte, spielte all jenen einen üblen Streich, die sich bei Regen und Schnee so sehr eingesetzt hatten, die Anlage nach einer erstaunlich kurzen Bauzeit von gut zwei Monaten beizeiten fertig zu stellen. Über Nacht wurde es leider so warm dass an's Beschneien nicht mehr zu denken war. Erst in der Nacht zum 5. Jan. 03 hatte Petrus schliesslich doch ein Einsehen, es wurde kalt, um 5 Uhr morgens sprühten die Schneekanonen endlich den ersten Kunstschnee auf die Pisten auf Iltios.  Dann jedoch liefen die Schneekanonen was die Wasservorräte hergaben! 

Schneekanone auf Iltios
Schneekanonen auf Iltios
(Foto von Modest Jossen/BUIC zur Verfügung gestellt, Besten Dank!)

Innert wenigen Tagen konnte eine schöne Schneemenge um Iltios geschneit werden und die Skipisten waren nun bis Iltios geöffnet. Als Knackpunkt erwies sich in diesem Jahr der untere Teil des Stöfelihanges. Natürlicher Schnee war nur bis ca. zur Hälfte des Hanges vorhanden und im unteren Bereich konnte leider nicht beschneit werden. Es mussten grosse Anstrengungen zur Aufrechterhaltung eines Skibetriebes bis Iltios unternommen werden.

Mit den massiven Schneefällen in der ersten Februarwoche kam dann die Wende zum Guten. Anschliessend konnten acht Wochen mit strahlendem Winterwetter und sieben Wochen mit geöffneten Talabfahrten verzeichnet werden.

Die Gesamtkosten für die Anlage betrugen rund Fr. 2.3 Mio., wovon die Gemeinde, GVA und die beteiligten Partner einen Anteil von Fr. 0.9 Mio. übernahmen. Der Verwaltungsrat bedankt sich bei Peter Steiner, Stöfeli AG und Skilifte Iltios AG, und bei André Stump, Bergrestaurant Iltios, für die grosszügige finanzielle Beteiligung.

Die Zukunft - Geplante Erweiterung

Mit der Realisation der Beschneiung Iltios erfolgte ein erster Schritt. Nun nimmt der Verwaltungsrat der Bergbahnen Unterwasser-Iltios-Chässerrugg AG die Planung der Erweiterung der Beschneiung in Angriff. In Zusammenarbeit mit Behörden, Bodenbesitzern und allen Beförderungsanlagen in Unterwasser und Alt St. Johann soll die Eignung eines Standortes für einen Speichersee überprüft und ein bewilligungsfähiges Projekt einer Beschneiung für die Skigebiete von Unterwasser und Alt St. Johann erarbeitet werden. Mit der Alpkorporation Iltios und der Ortsgemeinde Alt St. Johann laufen die diesbezüglichen Verhandlungen weiter. Ebenso findet eine rege Zusammenarbeit mit den Sportanlagen Alt St. Johann-Selamatt AG, Stöfeli AG und Skilifte Iltios AG statt, da die gemeinsame Realisierung eines Projektes dieser Grössenordnung mehr Chancen hat. Auch Umweltverbände und Naturvereinigungen werden frühzeitig eingebunden. 


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erstellt:  01. Okt. 2003

Jörg Walker, Stelzbrunnen/Riet, Postfach 2054, CH-9658 Wildhaus, Schweiz
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